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Die erste Autofahrt mit meinem Baby - Was soll ich vor der Geburt alles vorbereiten?

  • vor 7 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit


Nach der Geburt, irgendwo zwischen Wochenbettstation, Heimweg oder erstem Arztbesuch taucht oft (erst) die Frage auf:


Ist wirklich alles bereit für die erste Fahrt mit unserem Baby?


Vieles rund um die erste Autofahrt mit deinem Baby lässt sich schon vor der Geburt in Ruhe vorbereiten. Und genau das kann helfen, wenn später alles neu, aufregend und vielleicht auch ein bisschen überwältigend ist.

Hier findest du alle Punkte, die du vorab schon durchgehen und klären kannst.



  1. Die Babyschale sollte schon vorher bereit sein


Für uns ist das einer der wichtigsten Punkte: Die Babyschale sollte nicht erst am Tag der ersten Fahrt zum ersten Mal aus dem Karton geholt oder im Auto ausprobiert werden.


Gerade vor der Geburt ist oft noch eher Raum dafür, Dinge in Ruhe anzusehen. Passt die Babyschale ins Auto? Ist klar, wie sie befestigt wird? Sind wirklich alle Teile dabei? Und wenn der Sitz nicht neu ist, sondern gebraucht oder vom Geschwisterkind stammt, lohnt es sich noch genauer hinzuschauen.


Bei uns zeigt sich oft, dass genau diese Vorbereitung viel Druck rausnimmt. Wenn die Babyschale schon eingebaut oder zumindest einmal ausprobiert wurde, fühlt sich die erste Fahrt meist deutlich entspannter an.


  1. Auf Vollständigkeit und Mängel prüfen


Nicht selten wird eine Babyschale nicht neu angeschafft, sondern gebraucht gekauft oder vom Geschwisterkind weiterverwendet. Beides kann eine gute Möglichkeit sein, wenn der Sitz genau geprüft wird.


Wichtig ist zuerst die Vollständigkeit. Sind alle Teile vorhanden, die zu diesem Modell gehören? Gerade bei einem Neugeborenen sollte auch geschaut werden, ob der passende Sitzverkleinerer bzw. Neugeboreneneinsatz dabei ist, wenn das jeweilige Modell so etwas vorsieht.


Außerdem lohnt es sich, den Sitz bewusst auf mögliche Mängel zu prüfen. Wichtig ist auch die Frage nach seiner Vorgeschichte: Gab es einen stärkeren Stoß oder hat der Sitz vielleicht schon einen Unfall mitgemacht? Ob eine Babyschale wirklich unfallfrei ist, kann man äußerlich oft nicht erkennen. Nach einem Unfall können feine Schäden an der Struktur entstehen, die die Sicherheit des Kindersitzes beeinträchtigen. Eine sichere Überprüfung wäre nur durch aufwendige technische Tests möglich - etwa durch spezielle Materialanalysen oder einen Crashtest, bei dem der Sitz anschließend nicht mehr verwendet werden kann.


Für uns ist das ein Punkt, den man nicht nebenbei abhaken sollte. Lieber einmal genauer hinschauen und nachfragen, damit ihr mit einem guten Gefühl in die erste Fahrt starten könnt.


  1. Vor der Geburt einmal einbauen

Was auf der Einbauanleitung oft einfach aussieht, kann beim ersten Versuch durchaus kniffliger sein als gedacht. Deshalb würden wir die Babyschale im Auto vor der Geburt mindestens einmal vorab testen.


Wie wird die Babyschale eingebaut? Wird sie mit Isofix, einer fest installierten Basis oder mit dem Fahrzeuggurt befestigt? Gerade beim Gurtsystem kann die Handhabung am Anfang etwas Fingerspitzengefühl brauchen. Beim ersten Testen zeigt sich oft schnell, an welchen Stellen noch Unsicherheit da ist – und genau das könnt ihr dann in Ruhe vor dem echten Einsatz klären.


Hinweis: Wird die Babyschale am Beifahrersitz verwendet, dann muss dort der Airbag ausgeschaltet werden. Wie das geht sollte nicht nur ungefähr bekannt sein, sondern wirklich vorher gemacht und kontrolliert werden.


  1. Die Gurte sollten richtig eingestellt sein

Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird, sind die Gurte an der Babyschale. Sie sollten richtig eingestellt und fest genug sein. Gerade bei ganz kleinen Babys ist es wichtig, dass die Gurte gut anliegen und nicht zu locker sitzen.


Wir merken in der Beratung oft, dass Eltern hier, verständlicherweise, eher vorsichtig sind und lieber etwas lockerer lassen. Der enge Gurt ist aber wichtig! Für die erste Fahrt hilft es deshalb, sich schon vorher damit zu beschäftigen: Wie lassen sich die Gurte verstellen? Wie soll das Baby später im Sitz liegen? Und wie eng ist eigentlich eng genug?


Es geht dabei nicht um Perfektion, sondern um ein gutes und sicheres Gefühl beim ersten Anschnallen.


  1. In die Babyschale lieber wenig hineinlegen


Gerade bei einem Neugeborenen ist die Versuchung oft groß, die Babyschale mit zusätzlichen Dingen noch gemütlicher machen zu wollen. Für uns zeigt sich aber immer wieder: Weniger ist hier mehr, also sicherer!


Wenn überhaupt etwas hineingelegt wird, dann eher eine Decke und kein Fell. Wichtig ist, dass das Baby gut in der Babyschale liegt und die Funktion der Babyschale nicht durch zusätzliche Dinge verändert wird. Gerade bei den ersten Fahrten ist es meist am angenehmsten, wenn alles möglichst klar und schlicht vorbereitet ist.


Für kühlere Tage gibt es auch spezielle Einschlagdecken für die Babyschale. Sie sind so gearbeitet, dass die Gurte durchgeführt werden können und das Anschnallen unkompliziert bleibt.

Solche Einschlagdecken findest du auch bei uns im Shop.



  1. Nicht zu dick anziehen


Vor allem bei einer ersten Autofahrt im Winter ist das ein wichtiger Punkt: Babys sollten in der Babyschale nicht zu dick angezogen sein. Ein Schneeanzug ist für die Fahrt keine gute Lösung, weil die Gurte dann nicht mehr so eng am Körper anliegen, wie sie sollen.


Praktischer sind mehrere dünnere Schichten. Wir sind Fan vom Zwiebellook – die Sicherheit im Autositz ist einer der Gründe dafür. Wenn zusätzliche Wärme gebraucht wird, ist eine Decke über dem bereits angeschnallten Baby oder eine Einschlagdecke, wie oben beschrieben, meist die bessere Wahl. So bleibt dein Baby warm, ohne dass die sichere Angurtung beeinträchtigt wird.


  1. Lichtschutz bitte nicht über die Babyschale legen


Viele möchten ihr Baby auf der ersten Fahrt gern vor Licht oder Eindrücken schützen. Verständlich ist das auf jeden Fall. Trotzdem raten wir davon ab, die Babyschale mit einer Decke oder Stoffwindel vollständig abzudecken.


Wenn Lichtschutz erforderlich ist, dann lieber mit einer Verdunkelung am Fenster. Das ist aus unserer Sicht eine unbedenkliche und gute Lösung, weil die Babyschale nicht zugedeckt, die Luft frei zirkuliert und dein Baby gut im Blick behalten kannst.



Was vor der Geburt wirklich hilft


Nicht alles muss schon Wochen vorher fertig sein. Aber ein paar Dinge helfen sehr:


  • Prüfen, ob alle Teile vorhanden sind.

  • Einbau im Auto testen

  • Den Neugeboreneneinsatz bereitlegen, wenn er gebraucht wird.

  • Kontrollieren, ob der Airbag ausgeschaltet ist, falls der Sitz vorne verwendet wird.

  • Und sich überlegen, was das Baby bei der ersten Fahrt trägt.


Gerade diese kleinen Vorbereitungen machen später oft den Unterschied. Nicht, weil dann alles perfekt läuft. Sondern weil ihr nicht alles im ersten Moment gleichzeitig herausfinden müsst.


Unsere Einschätzung


Aus unserer Erfahrung ist die erste Autofahrt vor allem dann entspannter, wenn die wichtigsten Dinge schon vorher in Ruhe vorbereitet wurden. Die passende Babyschale, richtig eingestellte Gurte, alle vorhandenen Teile und ein kurzer Probelauf im Auto helfen oft mehr als jede spontane Hektik am Tag selbst.


Entscheidend ist nicht nur der Sitz an sich, sondern wie gut er zu eurem Baby, eurem Auto und eurer Situation passt. Genau deshalb lohnt es sich, lieber einmal vorher genau hinzuschauen.


Bei uns in Vorchdorf gemeinsam anschauen


Wenn du dir bei der ersten Autofahrt mit deinem Baby oder bei der Babyschale für Neugeborene unsicher bist, kannst du das bei uns in Vorchdorf gern gemeinsam anschauen. Oft merkt man beim Einbauen, Angurten und Vergleichen schnell, was noch fehlt, was schon gut vorbereitet ist und worauf ihr vor der Geburt noch achten möchtet.


So startet ihr nicht mit noch mehr Unsicherheit in diesen ersten Weg nach Hause, sondern mit einem Stück mehr Klarheit.



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